Traditionell heißt nicht alt
Entgegen der landläufigen Meinung ist das traditionelle Bogenschießen eigentlich die jüngste Bogensportdisziplin.
Das moderne Bogenschießen begann bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Seit dieser Zeit haben sich Bögen stetig weiterentwickelt. Ausgangspunkt war der ursprüngliche englische Langbogen. Von dort aus wurde kontinuierlich versucht, leistungsfähigere, stabilere und effizientere Bögen zu bauen.
Auch das traditionelle Bogenschießen hat in den letzten Jahren genau diese Entwicklung durchlaufen:
Heute werden traditionelle Bögen häufig mit Hightech-Werkstoffen gefertigt, und bei den Pfeilen haben Carbonpfeile längst einen festen Platz im traditionellen Bogensport gefunden.
Was traditionelles Bogenschießen ausmacht
Traditionelles Bogenschießen ist keine Frage der Materialien, sondern:
Ein traditioneller Bogen kann heute durchaus aus modernen Materialien bestehen. Entscheidend ist nicht die Technik am Bogen, sondern die reduzierte, klare Schießweise ohne technische Hilfsmittel.
Genau diesen Ansatz vermitteln: verständlich, technisch sauber und praxisnah – vom ersten Schuss bis zur Anwendung im Gelände und im Parcours.
Schusstechnik und Zieltechnik – eine klare Trennung
Ein zentraler Punkt in unseren Kursen ist die klare Unterscheidung zwischen Schusstechnik und Zieltechnik.
Beides sind erlernbare und trainierbare Fähigkeiten:
Beide Bereiche werden in unseren Kursen getrennt gelernt, trainiert und gefestigt.
Beim eigentlichen Schuss greifen Schuss- und Zieltechnik dann ineinander – teilweise bewusst, teilweise unterbewusst.
Wer treffen will, muss zielen
Unter Zielen versteht man allgemein, dass ein Schuss bewusst auf etwas ausgerichtet ist. Im Kern geht es dabei um die Einstellung des Abschusswinkels in Bezug auf das Ziel.
Wer mit einem Bogen schießt, muss zwangsläufig zielen.Damit ist auch klar, dass alle traditionellen Bogenschützen – unabhängig davon, nach welcher Methode sie schießen – immer zielen.